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12.10.2010 | 08:28 h |
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Reisen - Reportagen |
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Kuba: Fahrt ins Glück |
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War Kuba nicht Ché Guevara, Zigarren und Fidel Castro? Schon richtig. Doch abseits bekannter Klischees ist Kuba vor allem auch pure Nostalgie. Noch. Mit dem Bus und per Mietwagen haben wir Geschichte und Gegenwart durchfahren und erlebten auch einen Abschied auf Raten. |
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„Varadero ist nicht Kuba“, sagen Kenner der größten und bevölkerungsreichsten Insel der Karibik. Dennoch reisen die meisten deutschen Urlauber an die Südküste und verbringen dort hauptsächlich ihre Tage. Dabei war Varadero ursprünglich ein Unterschlupf für Piraten, bis Anfang des 20. Jahrhunderts reiche Kubaner und US-Amerikaner den Ort für sich entdeckten. Gut zu Wissen: Prominente Sonnenanbeter waren etwa Al Capone und der Diktator Batista, die dort ihre Sommervillen bauten. Mit der Revolution 1959 wurden die Anlagen aber geschlossen. Erst in den 90er Jahren war die Verlockung westlicher Devisen zu groß - zahlreiche Hotelanlagen wurden errichtet, der internationale Tourismus entdeckte die Kuba.
Doch wer sich die bis zu zwölf Stunden Flug gönnt, sollte zumindest ausgesuchte Orte mit hohem Nostalgie-Faktor aufsuchen. Dann genügen auch zwei Wochen für einen bleibenden Eindruck. Wir fahren gleich nach unserer Ankunft in Havanna mit dem Bus Richtung Trinidad, einer kleiner Stadt in der Provinz Sancti Spíritus, Zentral Kuba. Nur keine Zeit verlieren. Auch wenn Gelassenheit in Kuba eine Tugend ist. Nach etwa 2,5 Stunden, der erste Zwischenstopp in Santa Clara mit dem beeindruckenden Ché Guevara-Monument. Der Revolutionär erzielte in dieser Stadt einen entscheidenden Sieg über die damals in Kuba herrschende Diktatur Batistas.
Schönheit bewahren Schon jetzt zeigt sich, dass Kuba auch eine Zeitreise in eine vergangene Epoche ist. Allgegenwärtig kämpfen sich Oldtimer durch die holprigen Straßen, vorbei an Häusern im Kolonialstil, die teils liebevoll restauriert oder aber dem Lauf der Zeit überlassen wurden. Vieles gilt zu bewahren in der etwa 75.000 Einwohner zählenden Kleinstadt. Das erkannte die Unesco bereits vor mehr als 30 Jahren und erklärte Trinidad zum Weltkulturerbe. Wir nehmen unsere Fahrt wieder auf, vorsichtig. Denn viele Straßen sind in einem schlechten Zustand, Bahnübergänge kaum gesichert und an so genannten 'punto de controls' winkt die Polizei jene Fahrer raus, die zu schnell unterwegs sind - vor allem Touristen. |
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(Quelle: drive&style) |
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