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16.05.2017 | 10:51 h

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Andreas Burkert

 
 
 

Zero-Emission, TopNews 1

 

Erste Hilfe beim Kauf eines Elektrofahrrads

Elektrofahrräder für die ganze Familie sind beliebt. Doch nach welchen Kriterien muss ein eBike oder Pedelec ausgesucht werden? Vor allem bei Pedelecs für Kinder gilt große Vorsicht.

Elektrofahrräder für die ganze Familie. Der e-Bike Verleih des Familienhotels Das Ludwig in Bad Griesbach bietet eine große Auswahl an. (c) Andreas Burkert

Statt Strampeln, nur leicht in die Pedale treten. Schon geht’s mühelos bergauf. Das Elektrofahrrad erobert die Welt. Und das ist auch gut so. So macht es in der Innenstadt sogar dem Auto Konkurrenz. Freie Fahrt für Zweiräder. Rund 2,5 Millionen Elektroräder sind bereits auf Deutschlands Straßen unterwegs – Tendenz steigend. Ob City-, Trekking-, Rennrad oder Mountainbike – fast jedes Modell ist heute auch mit Elektromotor erhältlich. Meist handelt es sich um sogenannte Pedelecs, die den Fahrer beim Treten in die Pedale elektronisch unterstützen – jedoch maximal mit 250 Watt und nur bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern. Daher dürfen diese Räder anders als S-Pedelecs oder echte eBikes auch ohne Führerschein, Versicherung und Kennzeichen gefahren werden.

 

Doch nach welchen Kriterien soll ein Fahrrad mit Elektromotor ausgesucht werden? Geht es nur um den täglichen Weg ins Büro oder auch um sportliche Bergtouren? Zu diesem Thema hat uns der A.T.U-eBike-Experte Stephan Schaffer die Vor- und Nachteile der verschiedenen Rad- und Antriebstypen erklärt. Und die sollten Sie beim Kauf eines Elektrofahrrads beachten „Als Herzstücke eines jeden Elektrorades sind Motor und Akku maßgeblich mitverantwortlich für dessen Funktionalität und Reichweite. Hier sollte der Käufer keine Kompromisse eingehen und auf namhafte Qualitätsprodukte achten“, betont Schaffer.

Welcher Motor ist beim eBike richtig?

 

Preiswertester Antrieb ist der Radnabenmotor, der sich übrigens auch hervorragend mit allen Arten von Gangschaltungen sowie mit einer Rücktrittbremse verträgt. Für Radler, die lange Touren mit Steigungen fahren, empfehlen die Experten jedoch meist den Mittelmotor. Durch den zentralen Montageort des Mittelmotors hat man einen optimalen Schwerpunkt.  Er sorgt für ein ausgesprochen angenehmes und sicheres Fahrgefühl – fast wie bei einem herkömmlichen Rad, gilt als wenig störanfällig und ist zudem sparsam im Stromverbrauch. An Steigungen zeigt der Mittelmotor sein starkes Drehmoment.

Wählen Sie einen leistungsstarken Akku

Wer gerne auf große Tour geht, sollte Wert auf eine leistungsstarken Akku mit hoher Wattstundenangabe sowie auf ein leichtes und handliches Ladegerät legen. Ideal sind Akkus, die sich mit einem einzigen Handgriff am Fahrradrahmen befestigen und per Schloss verriegeln lassen. Das Laden sollte sowohl am Rad als auch außerhalb möglich sein. Falls die Batterie hinten auf dem Gepäckträger sitzt, empfiehlt es sich, vor dem Kauf zu prüfen, ob es eventuell Schwierigkeiten mit dem Kindersitz oder der Satteltasche geben könnte. Sinnvoll ist auch eine Akku-Garantie mit mindestens zwei Jahren Laufzeit.

Achten Sie beim eBike auf gute Bremsen!

 

„Aufgrund des erhöhten Gewichts und der schnellen Geschwindigkeit stellt ein Elektrorad höchste Anforderungen an die Bremsen“, erklärt Schaffer. „Daher ist man gut beraten, wenn man mit hydraulischen Scheiben- oder Felgenbremsen unterwegs ist.“ Laut Öko-Test überzeugen diese Bremssysteme nicht nur auf trockener, sondern insbesondere auch auf nasser Fahrbahn.

Ein eBike braucht kein Dynamo

 

Der Akku liefert ausreichend Energie für die Beleuchtung eines Elektrorads, selbst wenn der Motor wegen Unterspannung abgeschaltet hat. Auf einen herkömmlichen Dynamo können e-Bike-Fahrer daher getrost verzichten – ebenso wie auf klassische Glühbirnen: Moderne LED-Lampen punkten mit mehr Leuchtkraft, Langlebigkeit und Energieeffizienz.

Vereinbaren Sie auf jeden Fall eine Probefahrt

 

Ob das ausgewählte Pedelec tatsächlich zum künftigen Besitzer passt, sieht man nur bei einer Probefahrt. Kann der Fahrer mühelos auf- und absteigen? Sitzt er bequem und vor allem sicher im Sattel? Bei einer Probefahrt zeigt sich auch, ob Lenker und Bremsgriffe optimal eingestellt sind. Besonderes Augenmerk gilt dem Faktor Sicherheit: Bleibt das Rad bei höheren Geschwindigkeiten stabil oder fängt der Lenker an zu flattern? Wichtig ist auch, wie sich das Pedelec in den Kurven und beim Bremsen verhält.

Diese Beiträge über e-Bikes und Pedelecs sollten Sie auch lesen

Getunte Pedelecs sind lebensgefährlich

Wie gefährlich sind e-Bikes=

 

Bei der Auswahl des Händlers sollte der Käufer darauf achten, ob eine Probefahrt möglich ist und ob das Rad vormontiert und ergonomisch korrekt eingestellt übergeben wird. Entscheidend ist zudem, dass neben einer guten Beratung auch regelmäßige Inspektionen, ein fachgerechter Reparaturservice sowie alle notwendigen Ersatzteile angeboten werden.

(Quelle: active woman drive&style)

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