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13.03.2011 | 07:43 h

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Andreas Burkert

 
 
 

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Mit zwei Takten bis ans Ende der Welt

Der DKW Munga feiert seinen 55. Geburtstag. Einst für die Bundeswehr entwickelt, bahnt sich der Allrader seinen Weg in die zivilen Garagen.

Der DKW Munga ist ein echter Geländegänger. (c) Audi

Der Name Munga ist die Abkürzung für "Mehrzweck-Universal-Geländewagen mit Allradantrieb". (c) Audi

Heutzutage ist der DKW Munga in jedem Fall ein Hingucker, auch ohne goldenen Lack. (c) Audi

Seit Mitte der 80er Jahre die letzten Armee- und Behörden-Mungas ausgemustert wurden, sind die charakteristischen Zweitakt-Allrader zusehends rar geworden. Bundesweit dürften derzeit weit weniger als 1 000 Exemplare offiziell zugelassen sein - ohne die mit einem "07er-Wechselkennzeichen" betriebenen Autos, die nicht in den Statistiken auftauchen. Entsprechendes Aufsehen erregt man mit dem DKW Munga, der einst für die Bundeswehr entwickelt wurde und nun seinen 55. Geburtstag feiert.

 

Seinen harten Alltag begann der Munga - die Abkürzung steht für den sperrigen Namen "Mehrzweck-Universal-Geländewagen mit Allradantrieb" - im Januar 1956: Ein bereits im Dezember gefertigtes Kontingent wurde per Bahn an die Lehrtruppe in Andernach geliefert. Parallel fiel am 7. Januar die Entscheidung, den Geländewagen in Ingolstadt zu fertigen, wo sich bereits ein sachte zurückgehender Motorradmarkt bemerkbar machte, und entsprechend Fachpersonal zur Verfügung stand.

 

Seinen Namen bekam er 1962

Interessanterweise kam es bei der Erprobung zu allerlei Skurrilitäten: Der spontane Austausch des Triebwerks und der Einbau eines Serienmotors von einem ortsansässigen DKW-Händler machte Eindruck, die simple und reparaturfreundliche Konstruktion überzeugte. Für November 1956 wurde der Serienanlauf zugesichert - und mit gewissen Mühen auch eingehalten. Der kleine Munga begann, sich seinen Weg zu bahnen, seinen Namen bekam er jedoch erst 1962. 

 

Zunächst sorgte der 900 Kubik große Dreizylinder-Zweitaktmotor aus den DKW-Personenwagen für verhaltenen Schub: 30 kW/40 PS mussten genügen, um das je nach Aufbau gut eine Tonne schwere Auto durchs Gelände zu scheuchen. Ein heute noch beeindruckendes Getriebe mit acht Vorwärts- und zwei Rückwärtsgängen sowie der permanente Allradantrieb erlaubten eine Steigfähigkeit von bis zu 70 Prozent, während die Wattiefe bei sehr ordentlichen 50 Zentimetern lag.

 

Höchstgeschwindigkeit von bis zu 98 km/h

Bereits drei Jahre nach dem Debüt kam ein größerer Zweitakter mit 980 Kubik und 32 kW/44 PS zum Einsatz, der je nach Karosserievariante eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 98 km/h erlaubte.

(Quelle: Heiko P. Wacker / mid)

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