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30.08.2011 | 23:58 h

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Andreas Burkert

 
 
 

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Frauen fahren doch sicherer!

Die Mehrheit der Deutschen hält Frauen für die sichereren Autofahrer. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von "Risiko raus!", der Präventionskampagne der gesetzlichen Unfallversicherung zum sicheren Fahren und Transportieren.

(c) privat

(c) privat

Nach Einschätzung der Befragten haben Frauen aufgrund einer besseren Selbstbeherrschung und eines defensiveren Fahrstils am Steuer in punkto Sicherheit die Nase vorn.

 

Insgesamt sehen die Befragten die Einhaltung der Verkehrsregeln und Geschwindigkeitsbegrenzungen (41 Prozent) und die volle Konzentration auf den Straßenverkehr (25 Prozent) als die wichtigsten Eigenschaften, um beim Autofahren unfallfrei ans Ziel zu gelangen. Seltener genannt wurden dagegen eine defensive Fahrweise (11 Prozent), die Fahrzeugbeherrschung (10 Prozent) und eine langjährige Fahrpraxis (10 Prozent).

 

49 Prozent der Befragten antworteten auf die Frage, welches Geschlecht sicherer Auto fahre: Frauen. Der Grund für ihre Einschätzung: Frauen lassen sich weniger schnell von anderen Verkehrsteilnehmern herausfordern und reagieren in Stresssituationen gelassener als Männer. 29 Prozent hatten größeres Vertrauen in das Sicherheitsbewusstsein von Männern, 16 Prozent sahen keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern.

 

"Tatsächlich sind Männer in absoluten Zahlen häufiger in Unfälle verwickelt als Frauen", sagt Dr. Walter Eichendorf, stv. Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR), mit Verweis auf eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2009. Unterschiedliches Fahrverhalten von Frauen und Männern könnte ein möglicher Grund dafür sein. "Fairerweise muss man allerdings sagen: Ob Männer tatsächlich eine höhere Unfallwahrscheinlichkeit haben als Frauen, ließe sich nur mit erheblich mehr Daten - zum Beispiel zur Fahrdauer oder zum Kontext der Fahrt - klären."

 

Richtig sei allerdings, so der stv. DGUV-Hauptgeschäftsführer, dass die Einhaltung der Verkehrsregeln - vor allem der Geschwindigkeitsbegrenzungen - und die Konzentration auf den Straßenverkehr wesentlich zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer beitragen. "Umgekehrt gilt: Wer sich ablenken lässt oder die Beherrschung am Steuer verliert, geht damit auch ein höheres Unfallrisiko ein", sagt Eichendorf. "Eigentlich eine Binsenweisheit, aber tausende Unfälle wegen unangepasster Geschwindigkeit sowie der Nichtbeachtung der Vorfahrt und des Vorranges zeigen, dass man daran immer wieder erinnern muss." Im Rahmen von "Risiko raus!" werben derzeit mehr als 700 Plakate an Autobahnen und Raststätten für mehr Aufmerksamkeit und Risikobewusstsein im Straßenverkehr.

 

Sich selbst halten die meisten Menschen der Umfrage zufolge übrigens für eher gelassen: Mehr als die Hälfte gab an, sich tendenziell weniger schnell von anderen Verkehrsteilnehmern aus der Ruhe bringen zu lassen.

 

Hintergrund "Risiko raus!"

In der Präventionskampagne "Risiko raus!" arbeiten die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, ihr Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), die Landwirtschaftliche Sozialversicherung, der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und die Bundesländer sowie weitere Partner zusammen.

(Quelle: drive&style)

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