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12.10.2010 | 00:00 h

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Andreas Burkert

 
 
 

Beruf und Ausbildung, News, TopNews 2

 

Frauen in die Aufsichtsräte

Die unabhängige Initiative FidAR – Frauen in die Aufsichtsräte begrüßt die heute in Berlin vorgestellte Gesetzesinitiative zur Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten.

(c) Konstantin Gastmann/pixelio.de

„Es ist unstreitig, dass wir in der deutschen Wirtschaft mehr Frauen in Führungspositionen benötigen. Das ist nicht nur eine Frage der Chancengleichheit und damit der Gerechtigkeit, sondern auch eine entscheidende Stellschraube zur Verbesserung der Corporate Governance in Deutschland“, erklärt Monika Schulz-Strelow, Präsidentin von FidAR – Frauen in die Aufsichtsräte. „Es ist jetzt an der Zeit, umzudenken. Wir wünschen uns, dass der von Bündnis 90/Die Grünen eingereichte Gesetzentwurf eine breite überparteiliche Unterstützung erhält. Nicht zuletzt die Einführung einer Frauenquote für die Spitzenfunktionen der CSU zeigt, dass bei den Frauen in der Politik ein breiter Konsens besteht, dass die Quote unverzichtbar ist, um konkrete Veränderungen durchzusetzen.“


Vorbild  Norwegen
Die Gesetzesinitiative spiegelt die Entwicklung in nahezu allen europäischen Staaten wider, durch gesetzliche Vorgaben bzw. die Verschärfung des jeweiligen Corporate Governance Kodex den Druck auf die Wirtschaft zu erhöhen, mehr Frauen in Spitzenpositionen zu berufen. Frankreich steht kurz davor, eine Frauenquote für Aufsichtsräte einzuführen. In den Niederlanden soll die Quote auch für Vorstände gelten. In Belgien, Finnland, Österreich, Schweden und Spanien wurden entsprechende Gesetze in die Wege geleitet bzw. beschlossen. Vorbild ist Norwegen, wo seit 2008 eine gesetzliche Frauenquote von 40 Prozent in Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen gilt. Zuletzt hat die Europäische Kommission eine umfassende Strategie zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern verabschiedet, deren zentrales Ziel die bessere Nutzung der Potenziale von Frauen im Arbeitsmarkt und ein höherer Anteil von Frauen in Führungspositionen der Wirtschaft ist. Die zuständige Justizkommissarin, Viviane Reding, schließt angesichts der fehlenden Fortschritte auch eine Frauenquote auf europäischer Ebene nicht mehr aus.


Bemerkenswerten Sinneswandel
„Wir erleben einen bemerkenswerten Sinneswandel in Wirtschaft und Politik. Die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote findet immer stärkere Zustimmung. Selbst viele Unternehmerinnen, die Quotenregelungen bisher strikt abgelehnt haben, sehen heute keinen anderen Weg, um echte Veränderungen zu bewirken“, betont Jutta von Falkenhausen, Vize-Präsidentin von FidAR, die als Rechtsexpertin am heute vorgestellten Gesetzentwurf mitgewirkt hat.

(Quelle: drive&style)

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