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16.08.2010 | 11:25 h |
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Powerfrau - Reportagen, TopNews 2 |
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Eine, die sich mehr traut |
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Es sind keine gewöhnlichen Geschichten, die uns Karin Holst erzählt. Es sind welche mit Herz-Schmerz und einer unbändigen Leidenschaft fürs Reisen mit dem Motorrad. Dabei war der Anfang eher von Ressentiments geprägt als von Angst. Exklusiv für www.drive-and-style.de schreibt sie regelmäßig Kolumnen von ihren Abenteuern, von der Freiheit und von mutigen Frauen, die ihren Weg selbst bestimmen. |
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„Unvernünftig und viel zu gefährlich“, erzählt Karin Holst, habe ihr jeder das Motorradfahren ausreden wollen. Wie respektlos mag es seinerzeit gewesen sein, als sie es wagte, als Sozia mitgenommen zu werden. Wie oft wurde sie gewarnt. Doch diese Fahrt sollte ihr Leben gänzlich umkrempeln. Am Ende eines berauschenden Tages fasst sie den Entschluss: Das Motorradfahren ist meine Bestimmung. „Und ich wollte auf-Teufel-komm-raus selbst fahren“, erinnert sich die damals 33-jährige. „Nur schmückendes Beiwerk für einen Mann sein, dass war noch nie mein Stil“.
Den Führerschein machte sie im Sommer 1995. Weil das Geld knapp war, zog sich das den ganzen Sommer hin. Und auch ihre Erstausstattung bestand aus lauter gebrauchten Sachen. Den kollektiven Aufschrei ihrer Familie ignorierte sie. Als dann ein Jahr später die erste Maschine angeschafft wurde – eine 600er Bandit von Suzuki – war sie nur noch unterwegs. „Ich lernte den Pfälzer Wald genauso auswendig wie den Odenwald, trieb mich tagelang im Schwarzwald herum und erforschte das Elsass.“
Sie tauschte ihre Liebe gegen eine Hayabusa Als sie 1999 der Liebe wegen nach Bayern zog war sie mehr in den Alpen unterwegs als bei ihrem Liebsten daheim. Dass mit dem Kauf einer Suzuki Hayabusa auch schlussendlich ihre Partnerschaft endete, hat sie schweren Herzens akzeptieren müssen. „Die Hayabusa hatte ich dann noch fast zehn Jahre“, erzählt sie uns im Café. Ebenso, dass in der Folge noch mehr als eine Beziehung an ihrem Hobby scheiterte. „Hobby?“, fragen wir nach. Sie spricht dann doch lieber von einer Leidenschaft.
Es ist dann doch eine passendere Beschreibung ihrer außergewöhnlichen Geschichte, die im Laufe der Zeit ihr ganzen Leben bestimmen sollte. Als sie sich schließlich im vergangenen Jahr eine KTM 950 Adventure kaufte – mit mittlerweile 47 Jahren – ging ihr Traum von Unabhängigkeit in Erfüllung. |
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(Quelle: drive&style) |
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