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09.06.2010 | 00:00 h

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Redaktion:

Andreas Burkert

 
 
 

Powerfrau - Reportagen

 

Tausche Kleid gegen Rennkombi

Nina Prinz fährt Motorradrennen. Verdammt schnell sogar – und souverän. Seit zwei Jahren ist sie Europas schnellste Frau in der Klasse Superstock 1000. Und sie mischt selbst bei der männlichen Konkurrenz kräftig mit, die sie regelmäßig abhängt und die ihr deshalb gehörigen Respekt zollt.

Gewöhnlich ist nur ihr 'nine-to-five job'. Auf ihrer Yamaha R1 gelingt ihr das Außergewöhnliche. Zweimal war sie Europas schnellste Frau auf dem Bike. (c) Yamaha

Die Superbike-Prinzessin schraubt selbst. Mit Ausnahme vom Motortuning hat sie selbst das Bike vorbereitet. (c) Yamaha

Zwei Welten, die unterschiedlicher kaum sein können. Wenn Nina Prinz ihr Kleid gegen einen Rennkombi tauscht und Trainingsrunden auf ihrer Yamaha R1 dreht, erinnert nichts mehr an die attraktive kaufmännische Angestellte aus dem Allgäu. Dann gibt sie kräftig Gas. Ihr Lächeln setzt sie kurz ab und wird zur gefürchteten Konkurrenz im internationalen Rennzirkus. Mit Erfolg: Die 26-jährige wurde im vergangenen Jahr bereits zum zweiten Mal European Women´s Champion in der Klasse Superstock 1000. Und auf der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft gelang ihr ein sensationeller fünfter Platz.

 

„Vielen Frauen fehlt das weibliche Vorbild. Sie glauben, sie können sich nicht behaupten. Ein Fehler.“

 

Seit Jahren ist die gelernte Kfz-Mechaniker mit Fachrichtung Zweirad eine feste und respektierte Größe im professionellen Rennsport, die auch mal ihre männliche Konkurrenz in die Schranken weist. Doch ihren Platz musste sie hart erkämpfen. „Motorradrennen ist ein Männerdomäne und bietet keinen Platz für eine Prima Donna“, sagt sie. „Wer sich in diesem Sport behaupten möchte, muss sehr entschieden auftreten und darf niemals aufgeben“. Doch dies gelingt nur wenigen Frauen. Die Folge: Im vergangenen Jahr wurden zum Europäischen Frauen-Cup nur drei Rennen veranstaltet. So wünscht sich die Europameisterin auch „mehr weibliche Fahrerinnen. Dann hätten wir mehr Möglichkeiten für eine größere Rennsaison“.


Ärmel hochkrempeln

Mit jedem Rennen kämpft sie dann auch für eine stärkere Popularität ihres Sports. Für viele junge Fahrerinnen ist sie mittlerweile zum Vorbild geworden, die anpackt und kräftig mitschraubt. „Schmutzige Hände gehören eben dazu“, sagt sie und schwärmt von ihrer Leidenschaft, dem Risiko und der Faszination der Geschwindigkeit. „Ich genieße es, Eins mit meiner Maschine zu sein. Wenn es Dir das gelingt, wirst Du automatisch schneller“. Und Dein Verhältnis zum Sport? „Für mich ist das ein Spiel, welches ich gewinnen will. Es ist ein sehr persönlicher Moment. Allein mit deiner Maschine gegen die Strecke“.

Vom kleinen Mädchen zur Rennikone 

Mit neun Jahren sammelte Nina Prinz erste Motorrad-Erfahrung auf einer alten Crossmaschine.

(Quelle: )

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