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06.02.2011 | 12:34 h

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Andreas Burkert

 
 
 

Rennsport, Branche

 

Automobilhersteller lieben den Sport

Wenn es um Sportsponsoring geht, lassen sich Automobilhersteller wie etwa Ford nicht lumpen. Sie investieren Millionenbeträge, um im Stadion und TV präsent zu sein. Ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang oder genialer Marketing-Schachzug?

Beim Champions League Finale sind die Kölner nicht nur auf Bandenwerbung und im Fernsehen präsent. Sie stellen auch den Fuhrpark für Spieler und Offizielle. (c) Ford

Einen ganz anderen Weg gehen "Lifestyle"-Hersteller wie Mini. Die BMW-Tochter versucht, ihre Zielgruppe bei Ski-Cross- oder Snowboard-Wettbewerben wie den Burton European Open in Laax zu erreichen. (c) Mini/BEO

Wenn sich die besten Fußballer Europas zu ihrem "Gipfeltreffen" treffen, ist Ford als einer der Hauptsponsoren nicht weit. (c) Ford

Mercedes tut's, Mini macht's und Ford sowieso: Millionenbeträge in die Hand nehmen, um Sportereignisse zu sponsern. Als argloser TV-Zuschauer reibt man sich verwundert die Augen: Für die Automobilhersteller scheint Geld keine Rolle zu spielen, wenn es darum geht, ihr Logo werbewirksam auf Spielfeldumrandungen oder das Trikot der Spieler zu platzieren. Dabei ist Sportsponsoring rein betriebswirtschaftlich betrachtet oft eine Investition mit ungewissem Ausgang. Wer weiß schon, ob der heute noch erstklassige Werbeträger nicht morgen schon ein, zwei Ligen tiefer spielt? Lohnt sich das überhaupt? Und wenn ja: für wen?

 

Zum Beispiel für Ford. Die Kölner sind nicht nur mit der Banden-Aufschrift "Powered by Ford" beim örtlichen FC vertreten, wenn Podolski und Co. am Bundesligaspieltag gegen den Ball treten. Die Kölner gehören auch dem erlauchten Kreis der acht Hauptsponsoren der UEFA-Champions League an, dem fernsehgerechten Nachfolger des "Europapokals der Landesmeister". Nach Rechnung des Managements von Ford Europe bietet ihnen ihr Engagement "Zugang zu 3,7 Milliarden Menschen". In ihren Augen verfügen sie durch die Königsklasse "über einen kosteneffizienten Marketing- und Kommunikationskanal, um Zielkunden direkt anzusprechen".

 

Gewinn für Schalke 04

Königlich geht es am Champions League-Spieltag auch im Stadion des FC Schalke 04 zu, besonders hinter den gläsernen Fensterfronten des VIP-Raums: Wer in der Gelsenkirchener Arena in den Genuss der Ford'schen Gastfreundschaft kommt, staunt nicht schlecht: In der schnieken, den acht Hauptsponsoren vorbehaltenen Business-Lounge auf der Osttribüne ist für das fußballerische und leibliche Wohl der geladenen Gäste bestens gesorgt. 

Heißt der Gegner beispielsweise Hapoel Tel Aviv, gibt's am Buffet "israelischen Gurken-Tomaten-Salat mit roten Zwiebeln" - und mit etwas Glück ein paar salbungsvolle Worte von Franz Beckenbauer zum Dessert. Der "Kaiser" höchstpersönlich gibt sich vor seinem Auftritt als TV-Experte bei SAT 1 noch im VIP-Raum die Ehre, um gewohnt nonchalant "Guten n'Abend und guten Appetit" zu wünschen und ein paar Worte zu Schalke 04, Trainer Felix Magath und "dem Gegner des heutigen Spiels" zu verlieren.

 

Kein billiges Vergnügen

Für Ford als Einladenden alles andere als ein billiges Vergnügen: Genaue Zahlen sind branchenüblich nicht zu erfahren.

(Quelle: drive&style / mid / Markus Henrichs)

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