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22.02.2017 | 10:40 h

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Andreas Burkert

 
 
 

TopNews 1, Mein Recht

 

BMWs riskantes Fotoshooting auf dem Roßfeld

Fahrzeugpräsentationen auf öffentlichen Straßen sind alltäglich. Einen Freibrief fürs Rasen aber sind sie nicht. Ärgerlich, wenn einige Hersteller das missachten, wie wir soeben auf dem Roßfeld in Berchtesgaden erleben mussten.

Fotoshooting auf dem Roßfeld auf einer nichtabgesperrten Straße. (c) Andreas Burkert

Die Beschleunigungswerte beim Bob- und beim Skeleton-Rennen treiben selbst dem geübten BMW-Fahrer die Blässe ins Gesicht. Zumindest auf den ersten Metern ist jedes noch so leistungsstarke Fahrzeug unterlegen. Wer sich dieser Tage die Athletinnen und Athleten anschaut, wie sie am Start der Königsseearena beschleunigen und sich waghalsig in die Eisbahn stürzen, bekommt einen Eindruck der Sprintkraft. Was liegt da für einen Automobilhersteller näher, mit diesen Attributen zu werben und die besten von ihnen als Testimonial zu verpflichten.

 

 

Also durften die Bob- und Skelton-HochleistungssportlerInnen mit PS-starken M-Modellen aufs Roßfeld fahren. Zum Fototermin vor einem faszinierenden Bergpanorama und mit dem Automobil und den Athleten im Vordergrund. Auch die Trophäen fehlten nicht. Weil die höchstgelegene Panoramastraße Deutschlands unmittelbar in die einmalige, hochalpine Bergwelt des Berchtesgadener Landes führt, sind auch wir dort gerne vor Ort, um Material für unsere Reportagen zu sammeln. An diesem Tag aber wurden wir Zeuge, wie undiszipliniert BMW seine Fahrzeuge in Szene setzte.

Fotoshooting auf ungesicherter Straße

 

 

Der große Parkplatz auf der Scheitelstrecke diente dabei als Fotostopp. Während die Fotografen von einer Anhöhe fotografierten und filmten, beschleunigten die Fahrer wenige Meter vor dem geplanten Fototreffpunkt teils mit quietschenden Reifen und wechselten dabei die Spur. Dass die Straße für die Aktion nicht gesperrt wurde, brachte in letzter Konsequenz einen entgegenkommenden Kleinwagen aus den Niederlanden in Bedrängnis. Auch beim anschließenden Fotoshooting auf der Straße wurde der Verkehr nicht gewarnt.

 

 

Auf den Vorfall angesprochen, teilte man uns mit, dass „wir alles im Griff haben, die Sicherheit gewährleistet ist und der ständige Kontakt des Instruktors über das WalkiTalki für Sicherheit sorgt“. Den Eindruck hatten wir allerdings nicht. Es ist zwar lobenswert, dass sich die Automobilhersteller die schönsten Fahrstrecken aussuchen, doch sollten sie vehement darauf achten, dass die geltenden Verkehrsregeln beachtet werden.

(Quelle: active woman drive&style)

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