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19.03.2011 | 00:10 h

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Redaktion:

Andreas Burkert

 
 
 

Meine Werkstatt

 

Schutz vor manipuliertem Kilometerstand bei Gebrauchtwagen

An jedem dritten Gebrauchtwagen wurde der Kilometerstand manipuliert. Doch wie manipulieren die Betrüger? Die Kraftfahrzeugsachverständigen der KÜS verraten uns die Tricks und sie zeigen, wie sich geben Hilfe beim Aufdecke

(c) promotor

Nach Hochrechnungen der Polizei sind etwa 30 Prozent der Gebrauchtwagen, die jedes Jahr in Deutschland verkauft werden, manipuliert. "Der Kilometerstand eines gebrauchten Pkw ist der entscheidende wertbestimmende Faktor. Wird hier manipuliert, entsteht dem Käufer ein massiver wirtschaftlicher Schaden", stellt KÜS-Geschäftsführer Peter Schuler fest.

 

Waren in Zeiten mechanischer Tachos "Laufleistungskorrekturen" ebenso einfach zu bewerkstelligen wie zu bemerken, stellt sich die Kontrolle heute ungleich schwieriger dar. Um einen digitalen Tachometer zu manipulieren, benötigen kriminelle Händler einen Laptop und Anschlüsse für die Schnittstellen des Steuergeräts im Auto. Da die Schnittstellen offen ausgeführt sind, damit Werkstätten Fehler auslesen können, ist der Zugang mit der passenden Software für die Manipulierer kein Problem. Auf Knopfdruck kann so der Kilometerstand verändert werden.

 

Alternativ ist es auch möglich, das komplette Display auszuwechseln und beispielsweise eines aus einem Unfallwagen mit niedriger Laufleistung zu montieren. Vor allem bei Mietwagen und Taxis ist zudem der Einbau von Kilometerfiltern beliebt. Dahinter steckt ein kleiner Chip, der dem Tacho nur jeden zweiten gefahrenen Kilometer übermittelt. Bei den kriminellen Händlern sind besonders teure Dienstwagen beliebt, die hohe Laufleistung mit geringem Alter verbinden. Hier lohnt sich die Verringerung der Tachoanzeige besonders. 

Prüfen Sie das Checkheft

Gegen diese Machenschaften hilft die penible Kontrolle aller Daten des Fahrzeugs. So sollte das Checkheft vollständig geführt sein, etwaige Reparaturen sind ebenso mit Kilometerstand zu vermerken wie Hauptuntersuchungen. Mit einer lückenlosen Dokumentation lässt sich der tatsächliche Kilometerstand des Fahrzeugs nachvollziehen.

 

Ist das Checkheft verlorengegangen, besteht ein erster Grund für Misstrauen. In diesem Fall sollte der Interessent vor dem Kauf den Fahrzeugzustand genau kontrollieren und im Zweifelsfall einen Sachverständigen hinzuziehen. Dieser kann beurteilen, ob die Abnutzung der Sitze, der Pedale, des Lenkrades oder des Schalthebels dem entspricht, was man bei einem Fahrzeug dieser Laufleistung erwarten kann.

 

Laufleistung und Alter müssen passen

Auch der Motorraum gibt Hinweise über die tatsächliche Laufleistung eines Fahrzeugs.

(Quelle: drive&style)

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