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12.02.2011 | 12:29 h

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Redaktion:

Andreas Burkert

 
 
 

Leserreisen, TopNews 1

 

Bulgarische Abfahrten

Morgens verdienen sie ihr Geld in den Büros der Bulgarischen Hauptstadt, am späten Nachmittag fährt die junge aufstrebenden Arbeiterklasse raus zum Hausberg Sofia's, dem Vitosha-Gebirge, zum Ski mit Freunden. Nur 22 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt dauert die Fahrt im eigenen Auto eine knappe halbe Stunde. Der Wintersport in Bulgarien ist aber schon lange nicht mehr nur ein Freizeitvergnügen für Einheimische. Das Land am Balkan mausert sich zum günstigen Ski-Ressort für Europa.

Auf der Bergstation scheint oft die Sonne, sagen die Einheimischen. Und sie genießen den Blick auf das Ski-Ressort Bansko. (c) Burkert

Mehr als 70 Kilometer pärparierte Pisten bietet das Skigebiet Bansko. (c) Burkert

Ski- und Snowboardkurse für Anfänger und Fortgeschrittene finden sich nahe des einzigen Lifts. Verständigungsprobleme gibt es nicht, die Skilehrer sprechen mehrere Sprachen fließend, teils auch Deutsch. (c) Burkert

Das Skigebiet in Bansko gilt bis in den März als schneesicher. Meist aber fährt man ab Februar auf Kunstschnee. (c) Burkert

Am einzigen Lift drängen sich ab 9:00 Uhr die Frühaufsteher. Lange Wartezeiten sind usus. (c) Burkert

Hüttenruhe auf der Bergstation. Preise für Speisen und Getränke sind nur etwas günstiger als in Deutschland und Österreich. (c) Burkert

In Bansko gibt es Pisten für Anfänger und Profis. (c) Burkert

An warmen Tagen verharschen die Pisten schnell und erfordern viel Können. (c) Burkert

Abfahrten nah am Wald. Und ... (c) Burkert

... dazwischen gibt die Lichtung den Blick auf das beeindruckende Bergpanorama frei. (c) Burkert

Wer Zeit hat, kann den Ausblick geniessen. (c) Burkert

Oder aber konzentriert sich auf die eigene Abfahrt. (c) Burkert

Am 26. Februar 2011 findet in Bansko der Ski-Weltcup der Herren statt. (c) Burkert

Die Piste wird dazu von Experten präpariert. (c) Burkert

Nach dem Rennen wird gefeiert. Und die Bulgaren können feiern. (c) Burkert

In landestypischer Kleidung werden bulgarische Spezialitäten serviert. (c) Burkert

Dazu gehört auch flamm-warmer Schnapps. (c) Burkert

Tagsüber gibt sich der kleine Ort beschaulich, ... (c) Burkert

... mit kleinen Gassen, ... (c) Burkert

... skurillen Kneipen, ... (c) Burkert

... kleinen Läden in der Altstadt, ... (c) Burkert

... und einem Markt für Touristen. (c) Burkert

Weiter oben im Ort haben sich bereits internationale Markenläden etabliert. (c) Burkert

Sie wechseln sich mit kleineren Lokalen, ... (c) Burkert

... Allerwelts-Schmuckläden, ... (c) Burkert

... und heimischer wie internationaler Küche ab. Davor wirbt der Koch höchstpersönlich für seine Speisen. (c) Burkert

Manche Seitenstrasse offenbart noch einen Blick in die Vergangenheit des Ortes. (c) Burkert

Von der Tulpe von Vitosha schwärmt die Jugend von Sofia, wenn sie von der Abfahrtspiste am Vitosh-Berg redet. Auf 1800 Meter gelegen und am besten mit dem Auto zu erreichen, tobt sie sich dort nach Feierabend aus. Für zwanzig Leva, umgerechnet zehn Euro, so viel kostet das vier-Stunden-Ticket auf der Nachtpiste, ist es bis 22 Uhr ein beliebtes Feierabendvergnügen.

 

Mit einfachen Sessellifte für drei Personen geht es gemächlich auf den Vitoshko Lale - die Abfahrt dauert für gute Fahrer wesentlich kürzer. Allerdings erfordert die Piste und die meist mit Kunstschnee präparierte Strecke einiges Können. Auf wenn die Abfahrt locker mit den Oberbayrischen mithalten kann, zum Ärgernis wird die Abfahrt, wenn Pistenrowdies rücksichtslos auf Schussfahrt Bestzeiten nachjagen. Der Platz dort oben genügt eben nicht für ein harmonisches Nebeneinander von Genießer und Jäger. Auch ein Besuch am Wochenende ist nicht ratsam. Zu viele nutzen dann die Nähe zum Skigebiet.

 

Bansko will mithalten

Erholsame Familientage verbringen viele daher in den Skigebieten Borovets und Bansko. Beide sind von Sofia aus mit dem Bus oder dem Auto zu erreichen. Trotz teils gut ausgebauter Strassen dauert die Fahrt zu den 70 Kilometer beziehungsweise 150 Kilometer entfernten Ressorts zwischen 1,5 und drei Stunden. Borovets ist das älteste und am besten entwickelte Ressort. Allerdings findet sich dort noch oftmals das Flair vergangener Tage.

 

Mit einem modernen Gondellift hingegen geht es zum Yastrebets-Gebiet, einem der schönsten Ski-Ressorts in Bulgarien mit Blick auf den Mount Moussala und Pisten für Anfänger wie auch für Fortgeschrittene. Doch wie in jedem exklusiven Skigebiet haben sich die lokalen Geschäfte auf die zahlungskräftigen Touristen eingestellt und passen ihre Preise je nach Saison an.

 

Mit wesentlich moderaten Preisen und Unterkünften ab etwa 27 Euro pro Apartment für zwei Personen lockt das relative neue Skigebiet in Bansko. Lange Zeit als Geheimtipp unter Bulgaren und Ski-Enthusiasten der angrenzenden Ostblickstaaten gehandelt, entdecken seit einigen Jahren vor allem Engländer und Niederländer den kleinen Skiort. Entsprechend ist die Bautätigkeit. Neben Vier-Sterne-Ressorts, Skiort-typischen Touristenläden, Schnellimbissbuden und freiem Bauland zeugen auch viele unfertige Bauten vom erhofften Ansturm.

 

Austragungsort für den Ski-Weltcup

Mit Sorge blicken Bansko-Fans schon auf die dann noch längeren Warteschlangen vor dem einzigen Lift am Ort. Wer das Warten aber meiden möchte, der kann mit dem Wagen auch auf die zweite Mittelstation Bunderishka Polyana fahren. Wegen der dort sehr begrenzten Anzahl von Parkplätzen wird auf diese Möglichkeit nirgends hingewiesen.

 

Mehrere Sessellifte, für Kinder ein großer Skizirkus und kleinere Apre-Ski-Bars sind in dem Tal schnell erreichbar angeordnet. Von dort geht es bequem auf die umliegenden Bergstationen. Die höchste Bergabfahrt liegt auf 2550 Meter und bietet Pisten für Fortgeschrittene, die an warmen Tagen auf der Kunstschnee-Piste allerdings schon viel Geschick beweisen müssen. Der nahe Wald wirft nämlich um die Mittagszeit bereits lange Schatten auf die Abfahrt und verharscht in kürzester Zeit größere Stellen.

 

Für die Weltelite des Wintersports dürften solche Pisten aber wohl zum Trainingsprogramm gehören. Gleich nebenan, auf einer gesperrten Abfahrt, präparieren Experten derzeit die Strecke für den FIS-Weltcup Ende Februar. Den Athleten ist das Skigebiet bestens bekannt. Seit mehreren Jahren trifft man sich dort auf der Steilpiste.

 

Abseits befestigter Pisten

Das kleine Skigebiet Malyovita, etwa 26 Kilometer von Samokov entfernt, wird von vielen Bulgaren als Alternative zu Borovets genutzt. Als Tagestour von Sofia bietet das Gebiet als Teil des Rila Gebirges dennoch genügend Abwechselung vor allem für anspruchsvolle Fahrer. 

 

Kleiner und nur mit einem Skilift versehen ist Govedartsi, kurz vor Malyovita. Die Pisten eignen sich auch für Anfänger.

 

Noch im Entstehen ist das Skigebiet in Panichishte. Auf etwa 1400 Meter und nahe der Stadt Sapareva Banya gelegen will man dort den Wintertourismus etablieren - trotz vehementer Proteste ansässiger Umweltaktivisten.

 

Anreise und Preise für eine Woche in Bansko:

Preiswerte Flüge nach Sofia gibt es schon ab rund 220 Euro. (Airberlin)

Mietauto ab Sofia Flughafen, eine Woche ab 132 Euro (Sixt Chevrolet Spark)

Übernachtung in Bansko: Pension ab 27 Euro/Nacht/Apartment/zwei Personen

 

Skipass in der Hochsaison - noch bis 31.03.2011

- 6 Tage Erwachsene (150 Euro) Studenten (135 Euro), Kinder (100 Euro)

Skipass in der Nebensaison - ab 01.04.2011 bis 17.04.2011

- 6 Tage Erwachsene (120 Euro) Studenten (110 Euro), Kinder (80 Euro)

(Quelle: drive&style)

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