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Die Geschichte von Ford Deutschland, die damit ihren Anfang genommen hat, liest sich wie eine typisch amerikanische Erfolgsgeschichte. Seit Beginn der Fertigung in Köln am 4. Mai 1931 haben bis heute knapp 15 Millionen Autos in Köln die Hallen verlassen.
Angefangen hat die "Ford-Saga" in Deutschland allerdings schon einige Jahre früher. Im Berliner Westhafen haben Arbeiter ab 1926 importierte Teile zum legendären T-Modell zusammengeschraubt, besser bekannt unter dem Kosenamen "Tin Lizzie". Nur wenige Jahre später haben die dortigen Kapazitäten nicht mehr ausgereicht. Mit Blick auf die wachsende Bedeutung des europäischen Automarktes musste ein neuer Standort her. In typisch amerikanischer Manier und getreu dem Motto "Think Big" ist die Wahl letztendlich auf Köln gefallen, das sich beim Blick auf die Landkarte, zumindest nach US-Maßstäben, im Herzen Europas befand. Beflügelt ist diese Entscheidung neben der Nähe Kölns zum stahlproduzierenden Ruhrgebiet und die verkehrsgünstige Lage am Rhein nicht zuletzt durch das Engagement des damaligen Oberbürgermeisters Konrad Adenauer worden. Er hatte dafür gesorgt, dass sich seine Heimatstadt gegen Neuss und Frankfurt durchsetzt hat, die sich ebenfalls um die Ford-Fabrik bemüht hatten.
Firmengründer Henry Ford senior kam am 2. Oktober 1930 höchstpersönlich nach Köln-Niehl, um gemeinsam mit Adenauer den Grundstein für das neue Werk - und eine prosperierende Zukunft der Marke zu legen. "Ich weiß, dass die Leute in Deutschland etwas Gutes draus machen werden," soll Unternehmensgründer Henry Ford dabei gesagt haben. Womit er Recht behalten sollte. Die Ford Werke GmbH gilt heute mit einem Jahresumsatz von fast 17 Milliarden Euro als das umsatzstärkste deutsche Unternehmen mit einer amerikanischen Muttergesellschaft.
Das hatte beim Produktionsstart im Jahre 1931 allerdings noch keiner ahnen können. Bereits drei Wochen nach seiner Eröffnung hatten Teile- und Finanzknappheit infolge der Weltwirtschaftskrise eine vorübergehende Stilllegung des Werkes erzwungen.
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