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26.08.2016 | 10:56 h

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Andreas Burkert

 
 
 

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Hamsterkäufe erledigt: Doch wie lagere ich Lebensmittel richtig?

Für den Katastrophenfall oder bei Terrorismus soll jeder Bürger Lebensmittel für 10 Tage lagern. Wer nur auf Dosenfutter setzt, hat keine Probleme. Wir zeigen, wie Sie auch frische Lebensmittel lange lagern können und warum der Kühlschrank einigen Lebensmitteln sogar schadet.

Joana Schmitz hat in ihrer interdisziplinären Bachelorarbeit am Fachbereich Design der FH Münster ein Aufbewahrungssystem für die richtige Lagerung von Lebensmitteln außerhalb des Kühlschranks entwickelt. Die Designerin wünscht sich, dass das System in Serie produziert wird. (c) FH Münster/Pressestelle

Das Aufbewahrungssystem umfasst insgesamt vier Module. Hier zu sehen sind die Module für Eier, Fruchtgemüse und Kartoffeln. Dazu gehört noch eines für aufrecht gewachsenes Gemüse wie Möhren. © FH Münster/Pressestelle

Hört auf die Alten: Sie wissen aus eigener Erfahrung, welche Hausmittel helfen und wie etwa Lebensmittel richtig gelagert werden sollten. Wer immer gleich alles in den Kühlschrank stellt, richtet mitunter großen Schaden an. Für Joana Schmitz, Studentin an der FH Münster, war vieles auch unbekannt. Aber ihre Großmutter wusste sehr genau, wie Lebensmittel richtig aufbewahrt werden müssen. Zum Beispiel Kartoffeln.

 

Zum Knollengemüse, das sie dunkel und trocken in einer Kiste lagerte, legte sie einen Apfel dazu. Damit die Kartoffeln nicht so schnell keimen und länger halten, erklärte sie immer wieder. Schmitz erinnert sich noch gut daran, wie die Großmutter mit Lebensmitteln umging. Dieses Wissen ist nun sogar in die interdisziplinäre Abschlussarbeit der 23-Jährigen eingeflossen.

 

„Meine Oma ist eine wichtige Impulsgeberin gewesen“, sagt die Absolventin des Fachbereichs Design. In ihrer Bachelorarbeit im Schwerpunkt Produktdesign entwickelte Schmitz ein Aufbewahrungssystem mit vier Modulen, in denen Gemüse und Eier außerhalb des Kühlschranks richtig gelagert werden. „Es ist ein weitverbreiteter Irrglaube, dass alles nur gekühlt länger frisch bleibt“, erklärt Schmitz. Bei manchen Lebensmitteln bewirke die Lagerung im Kühlschrank sogar genau das Gegenteil, Nährstoffe und Aromen gehen schneller verloren: Tomaten werden wässrig, Bananen braun, Kartoffeln werden unter vier Grad süß. Dann wird es wahrscheinlicher, dass sie in der Tonne landen.

Nie wieder Lebensmittel wegwerfen

Schmitz findet es schade, dass so viele Lebensmittel weggeworfen werden: in Privathaushalten in Deutschland etwa 82 Kilogramm pro Kopf und Jahr. „Einer der Gründe ist sicherlich, dass wir oft nicht wissen, wie wir Lebensmittel richtig lagern“, sagt sie. Ihre Arbeit sollte ein Beitrag sein, dieses Problem bewusster zu machen und Möglichkeiten zu zeigen, wie man es besser machen könnte. „Bewusst wie“ hat sie deshalb das Aufbewahrungssystem getauft. „Ein gutes Beispiel, wie Design auf sinnvolle und einfache Art den Alltag verbessern kann“, findet Prof. Steffen Schulz. Der Hochschullehrer mit dem Schwerpunkt  Produktdesign stand der Examenskandidatin als Erstbetreuer zur Seite.

(Quelle: active woman drive&style)

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