Barcelona – Warum die Kreuzfahrt nicht mit einem Städtetrip verbinden?

In dieser Reihe geht es um Städte mit großen Kreuzfahrthäfen, die vorwiegend für die Ein- und Ausschiffung der Passagiere genutzt werden. In der Regel haben die Städte Flughäfen mit vielen internationalen Verbindungen und die Gäste sehen oft nur den Flughafen und später den Hafen. Es ist doch viel zu schade weder bei Ankunft noch bei der Abreise die Möglichkeit einer Städteerkundung zu nutzen, wenn man schon Vorort ist.

Unsere Premiere startet in Barcelona, mit einem der größten Kreuzfahrthäfen Europas. Gerade bei internationalen Redereien ist die Hauptstadt Kataloniens als Start- bzw. Zielhafen äußerst beliebt, da der dortige Flughafen viele interkontinentale Verbindungen bietet. Die Stadt eignet sich perfekt für einen Aufenthalt vor oder nach der Schiffsreise. Sie präsentiert sich in vielen Facetten. Diese beginnen bei Bauwerken von Antoni Gaudí über diverse Museen zu Pablo Picasso oder Joan Miró und enden beim Opernhaus Gran Teatre del Liceu. Das sind nur ein paar wenige mögliche Destinationen. Daher empfehlen wir mindestens drei volle Tage in der Stadt einzuplanen.

© Sabine Weber

Barcelona hat viele weltbekannte Attraktionen wie den Mercat de la Boqueria, die Sagrada Família, den Park Güell oder die Heimstätte des FC Barcelona Camp Nou. Nicht so geläufig ist der Palau de la Música Catalana. Der Konzertsaal, der Teil des Unesco Weltkulturerbe ist, bezaubert mit einem beeindruckenden Design und seiner exzellenten Akustik. Er wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als Heimstätte des katalanischen Volkschors Orfeó Català erbaut und ist sie bis heute noch. Daneben finden Konzerte aller Art von Klassik bis Pop statt. Falls es die Zeit zulässt sollte neben der Besichtigung auch ein Besuch eines Konzerts eingeplant werden.

© Sabine Weber

Im Konzertsaal steht eine Orgel des Ludwigsburger Orgelbauers Walcker aus dem Jahr 1908. Das Instrument mit 63 Registern wurde Anfang des 21. Jahrhunderts instandgesetzt und kann seitdem manuell wie auch computergesteuert erklingen. So hat man auch während einer Besichtigung für einige Minuten die Möglichkeit die Akustik des Saals zu erleben.

© Sabine Weber
© Sabine Weber

Um einen Überblick über die Stadt zu bekommen empfehlen wir auf den Berg Montjuïc heraufzufahren. Dieser kann entweder zu Fuß, per Bus oder per Seilbahn erklommen werden. Von dort aus präsentiert sich ebenso eine wunderbare Aussicht auf den Hafen samt Kreuzfahrtschiffen und das endlose Meer. Am Fuß des Montjuïc finden abends die Magischen Wasserspiele mit Lichteffekten und Musik statt.

© Sabine Weber

Da die Entfernungen für einen Fußmarsch oft zu weit sind bietet sich das gut ausgebaute Netz des öffentlichen Verkehrs an. Die U-Bahn offeriert kurze Fahrzeiten, allerdings sieht man so kaum etwas von der wunderschönen Stadt. Hierfür eignen sich die lokalen Busse und Straßenbahnen mehr. Alternativ werden auch Hop-on-Hop-Off-Busse angeboten, die jedoch relativ teuer und unzuverlässig verkehren.

© Sabine Weber

Zwei persönliche Geheimtipps für Barcelona möchten wir nicht vorenthalten. Ein leckeres Eis bekommt man in der Altstadt bei Giovanni Cucurulla und gleich daneben wird bei Casa Colomina (beides Carrer de la Cucurulla, 2) hervorragende katalanische Torró aus Mandeln, Honig, Zucker und Eiklar verkauft.

© Enric Berenguerr
© Sabine Weber

Als Unterkunft können wir das Novotel Barcelona City empfehlen. Es ist auf HolidayCheck wie auch auf Tripadvisor gut bewertet und liegt verkehrstechnisch ideal an einer U-Bahn-, Straßenbahn- und Busstation. Für die tägliche Versorgung bietet sich ein größeres Einkaufszentrum direkt gegenüber an. Im Erdgeschoß des Hotels befindet sich neben der Rezeption und der Lobby das Restaurant. Dieses lädt morgens, mittags und abends zum Speisen ein. Wir empfehlen das Frühstück mit zu buchen. Das Angebot am Morgen ist umfangreich und schmeckt gut. Besonders herausstechend waren die lokalen Spezialitäten, die wir in einem Haus einer internationalen Hotelkette nicht erwartet hätten.

© Sabine Weber

Unser Zuhause auf Zeit war eine 43 Quadratmeter große Suite. Sie war mit einem großen Wohnzimmer, einem kleineren Schlafzimmer und einem Bad mit Badewanne und Dusche ausgestattet. Sie lag an der Ecke des Gebäudes und hatte dadurch einen beeindruckenden Ausblick in unterschiedliche Himmelsrichtungen. Eingerichtet war sie mit hochwertigen Mobiliar. Die Klimaanlage hätte etwas leiser sein können. Die Pflegeprodukte von Rituals empfanden wir als sehr angenehm und wohlriechend.

© Sabine Weber

Das Highlight des Hotels ist der Skypool samt Bar. Von dort aus hat man eine tolle Aussicht über ganz Barcelona und kann sich nach einem langen Tag in der Stadt erfrischen. Sehr gut zu sehen ist die Sagrada Família, mit dem inzwischen höchsten Kirchturm der Welt. Außerdem werden dort oben leckere Cocktails und Snacks von der Bar serviert. Wir haben uns im Novotel Barcelona City sehr wohl gefühlt.

www.barcelonaturisme.com
all.accor.com/hotel/5560/index.de.shtml

Artikel teilen